Aktuelle Berichte
Frauenwochenende im Kloster Maria Immaculata in Paderborn vom 24. – 26.4.2026
Die Verse aus Psalm 103 waren für uns das Motto des Wochenendes:
„Gelobt sei Gott, der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler“.
Vom Lebensalter her waren wir alle – mit einer Ausnahme – jenseits der sechzig, aber dennoch jung, jung im Vertrauen, der Hoffnung und der Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus, denn das ist das Geheimnis unseres christlichen Glaubens, er erneuert sich – wird erneuert – täglich, durch das Wirken des Heiligen Geistes in uns. Und so waren wir eine fröhliche Gemeinschaft von 23 Frauen aus ganz Westfalen.
Thematisch drehte sich diesmal viel um unsere Gedankenwelt, Gedanken kommen und gehen, aber was denken wir eigentlich so den ganzen Tag und sind diese Gedanken eigentlich „richtig?“ im Sinne von hilfreich und zielführend.
Ulrike Sprenger gab hier wertvolle Hinweise aus den Neurowissenschaften, der Psychologie und der Bibel, denn erstaunlich viele Hinweise finden sich auch in der Bibel zu einem Achtsamen Umgang mit unseren Gedanken. Schlussendlich sollen und dürfen wir diese als Christinnen auf Gott ausrichten, und der hat Gedanken des Friedens und nicht des Leides über uns – grundsätzlich.
Darüber vergewisserten wir uns im Lobpreis,im Gottesdienst mit Bibliolog ( Dank an Jutta für die Anleitung zu einer ungewöhnlichen Predigt), im Abendmahl und auch einfach im intensiven Austausch miteinander, eine gelöste Atmosphäre umgab uns und tat allen gut. Und es kam zu einer beglückenden Begegnung zwischen den Generationen, dazu zwei Statements:
Ute,69 Jahre alt:
„Das Zeugnis von Miriam aus ihrem Leben als Christin, war für mich der Knaller. Als sie berichtet hat, wie ihr Leben sich radikal verändert hat, seit sie gläubig ist, dachte ich: Genau wie bei mir. Auch in meinem Leben begann ein Weg der Heilung im Glauben an Jesus und ich bin so froh und dankbar über die positiven Veränderungen in meinem Leben. Sie geht den Weg mit Jesus nun seit 5 Jahren, ich seit 22 Jahren und es fasziniert mich, dass sie dasselbe erlebt wie ich. Wir sind so dankbar Herr!“
Miriam,38 Jahre alt: „Mein persönliches Goldstück vom Frauenwochenende: Dankbarkeit über die entgegengebrachte Wertschätzung
Ich habe dieses Jahr erstmalig einen größeren Part als Mitarbeiterin übernommen; Ich gab ein Zeugnis aus meinem Leben mit Überleitung zu einem Kunstangebot und nachträglichem Vortrag. Ich war mit Abstand die jüngste in der Runde und dachte nur, was soll ich den Frauen erzählen, was sie nicht längst schon wüssten und durchgemacht haben. So hatte ich meine Bedenken, ob ich das Frauenwochenende thematisch bereichern kann.
Bei der Feedback Runde am Ende des Wochenendes wurde mir dann so viel Liebe und Lob entgegengebracht, das es mich total überwältigt hat. Besonders wichtig war mir den Frauen zu spiegeln, welche Bedeutung ihre Lebenserfahrung für mich als junge Christin hat. Denn viele Teilnehmerinnen stellten sich die Frage, welche Aufgaben noch auf sie warten, hinsichtlich des älter Werdens, was Gott denn überhaupt noch mit ihnen anfangen möchte. Und ich konnte hier für alle klar aussagen, stellt euer Licht nicht unter den Scheffel, es gehört auf den Tisch, wo es alle sehen können, denn es ist wertvoll!“
Das nächste Frauenwochenende wird vom 9.-11.4.2027 in Paderborn stattfinden – herzliche Einladung dabei zu sein!
Frauentag in Iserlohn am 14. März 2026 zum Thema: „Freude, die bleibt“
Freude war an dem Tag gleich spürbar: So in der Freude, alte Bekanntschaften aufzufrischen. Oder in der Vorfreude auf das Thema. Oder in der Erwartung, dass in der geistlichen Atmosphäre der Obersten Stadtkirche die Seele zur Ruhe kommt und praktische Tipps für den Glauben im Alltag mitgenommen werden können. Gleich zu Beginn setzte die Feiermorgen Band um Dana Tesche ein Statement mit spürbarer, ansteckender Freude beim Singen und Spielen der Lobpreislieder.
Die Stimmung war wie immer positiv gespannt, aber auch entspannt, erwartungsvoll, herzlich. So auch die Moderation von Silvia Jöhring-Langert, die locker durch den Tag führte.
Dennoch lag die Frage in der Luft, wie denn in Zeiten wie diesen überhaupt Freude entstehen, bleiben, wachsen kann?
Mit diesem Spannungsfeld hat sich die Referentin Birgit Schilling in ihrem gleichnamigen Buch auseinandergesetzt und nahm uns gleich hinein in mehrere Grundaussagen, die sich daraus ergeben:
- Wie erfüllt Gott unsere Herzen mit Freude?
- Wie kann ich (innerlich) heiler werden?
- Wie lebendig(er) werden?
- Wie kann ich dem auf die Spur kommen, wie Gott mich gedacht hat?
Denn die Bibel lässt an vielen Stellen keinen Zweifel daran, dass Gott uns zur und für Freude geschaffen hat. „Gott selber ist voller Freude und will uns damit anstecken.“ Corrie ten Boom
Und Freude schafft nicht nur ein positives Gefühl, sondern erzeugt gleichzeitig psychische und sogar körperliche Gesundheit.
Gleich der Spoiler vorab: Freude definiert sich nicht über Äußerlichkeiten oder Umstände. Freude liegt tiefer, hat andere Ursachen, zeigt sich nicht als ständiges Hochgefühl, ist nicht unbedingt ein ständiges Himmelhochjauchzen und kann trotzdem die Grundmelodie unseres Lebens werden. Denn neben dem Aspekt der Freude als pure Emotion definiert die Referentin Freude als Grundgefühl der Beziehung zu Gott, als Seinsweise, als Herzenshaltung, die letztlich aus der Verbindung mit Gott wächst.
Nach dem Aufspüren von sogenannten „Freudenräubern“ wie dem Verharren in der Vergangenheit, der allgegenwärtigen Theodizefrage, dem Nicht-Vergeben-Können oder dem Perfektionismus gab sie aber auch praktische Tipps, Freude im Alltag zu „praktizieren“:
- 30-50 „Duschen der Begeisterung“ am Tag nehmen,
- dem Raum zu geben, was mein Herz hüpfen lässt,
- loszulassen – abzuladen,
- Mitfreude einüben
- Perspektivwechsel einnehmen
- Immer wieder am Tag den liebevollen Blick auf Gott werfen (Tersteegen) ….
Am Nachmittag war Raum für verschieden Workshops: Unter Anleitung von Miriam Stern wurden „Ewigkeitsblumen“ gestaltet – eine durchaus herausfordernde Kreativarbeit, die aber für nachhaltige Freude über den Tag hinaus sorgte.
Mit Annelie Rehra konnten Frauen in einer Tanzreise sowohl ihrer Freude als auch ihrer Sehnsucht nach einer Gottesbeziehung durch Tanz und Bewegung Ausdruck verleihen.
Und was „nur“ nach einem Waldspaziergang mit Eva Neumann aussah, entwickelte sich als eine geistliche Erfahrung, die das Thema des Vormittags noch einmal auf ganz besondere Weise vertiefte.
Eine sehr praktische Verdichtung des Themas erlebten die Frauen, die Birgit Schilling in ihrem Workshop besuchten. Die Frage nach dem „Biotop der Freude“ – der Grundlage dessen, wie Freude trotz widriger Umstände ent- oder bestehen kann. Die fünf herausgearbeiteten Punkte sind hier zwar nur angerissen, können uns aber schon im bloßen Durchlesen auf eine Spur für die persönliche Umsetzung im Alltag bringen:
- Dankbarkeit (positive Psychologie: dankbare Menschen sind die glücklichsten und zufriedensten; Freude ist kein flüchtiges Hochgefühl, sondern eine Entscheidung, eine Praxis des Wahrnehmens und Dankens.)
- Gegenwärtigkeit und Vertrauen
- Gelassenheit („mich Jesus lassen“, Phil 4, 11-13)
- Selbstannahme
- Freundschaft und christliche Gemeinschaft
Tipps wie Journailling, Rituale im Tagesbeginn und -abschluss, Gebetspraxis, Stillezeiten oder Gemeinschaftsprojekte waren praktisches Handwerkszeug, diese Freude nachhaltig im Alltag umzusetzen.
Abgeschlossen wurde der Tag durch eine Zeit der persönlichen Segnung, die viele Frauen in Anspruch nahmen um innerlich gestärkt nach Hause zu fahren.
Unser Dank gilt an dieser Stelle denen, die nicht in der ersten Reihe stehen, aber unverzichtbar sind: Ohne die zwanzig Mitarbeiterinnen, die planen, aufbauen, dekorieren, die Küche organisieren und mit Herzblut dabei sind, wäre ein solcher Frauentag nicht möglich. Darum ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden!